Ge-DENK-Zeit: Gemeinsam erinnern und Verantwortung in Utting bewahren


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Ge-DENK-Zeit: Gemeinsam erinnern, Verantwortung bewahren
Wenn die Dunkelheit des Novemberabends über Utting liegt, lädt die ökumenische Ge-DENK-Zeit zu einem stillen Weg des Erinnerns ein. Die evangelische Kirchengemeinde Ammersee-West, die katholische Pfarreiengemeinschaft Utting-Schondorf und die Gemeinde Utting gedenken der Menschen, die während der Shoa verfolgt, zur Zwangsarbeit gezwungen und ermordet wurden.
Ein stiller Weg durch die Erinnerung
Der Gedenkabend beginnt am Mahnmal in der Josef-Clemens-Straße. Von dort führt ein schweigender Erinnerungsweg zum Todesmarsch-Mahnmal in der Holzhauser Straße und weiter zum Jüdischen Friedhof. Die Stationen verbinden lokale Geschichte mit dem übergeordneten Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
Ökumenisches Gedenken in Utting
Die Ge-DENK-Zeit steht für eine gemeinsame religiöse Erfahrung über konfessionelle Grenzen hinweg. Gebet, Stille, Besinnung und das bewusste Gehen schaffen Raum für Trauer, Würde und Verantwortung. Die beteiligten Kirchen und die Kommune setzen damit ein Zeichen gegen das Vergessen, gegen Antisemitismus und gegen jede Form menschenfeindlicher Ideologie.
Erinnerung an das KZ-Außenlager Kaufering-Utting
Im Mittelpunkt stehen jene Menschen, die im KZ-Außenlager Kaufering-Utting durch Zwangsarbeit, Hunger und die Willkür des Lagerpersonals systematisch ermordet wurden. Die lokalen Mahnmale und der Jüdische Friedhof machen sichtbar, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus auch in der unmittelbaren Umgebung von Utting geschahen.
Ein Glaubenserlebnis mit gesellschaftlicher Verantwortung
Die spirituelle Atmosphäre dieses Gedenkens entsteht nicht durch große Inszenierung, sondern durch gemeinsames Schweigen, achtsames Gehen und das bewusste Verweilen an den Erinnerungsorten. Die Ge-DENK-Zeit verbindet christliche Friedensethik, historische Verantwortung und den Einsatz für die Würde jedes Menschen.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein würdevoller ökumenischer Erinnerungsabend an mehreren Orten der lokalen Gedenkkultur. Wer die Ge-DENK-Zeit live erlebt, setzt gemeinsam mit anderen ein Zeichen für Menschlichkeit, Frieden und die Verpflichtung, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen.









