Gerrit Illenberger und Gerold Huber feiern romantische Liedkunst im Schloss


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Zwischen Himmel und Erde: Romantischer Liederabend im Schloss Kempfenhausen
Am Sonntag, den 27. September 2026, öffnet Schloss Kempfenhausen in Berg seine Türen für einen besonderen Abend der deutschen Liedkunst. Unter dem Titel Zwischen Himmel und Erde gestalten der Bariton Gerrit Illenberger und der Pianist Gerold Huber ein hochkarätiges Konzert mit Werken von Robert Schumann, Johannes Brahms und Gustav Mahler.
Schumanns Eichendorff-Liederkreis als musikalische Innenwelt
Im Zentrum des Programms steht Robert Schumanns einzigartiger Liederkreis op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff. Zwischen nächtlicher Landschaft, Fernweh und stiller Naturbeobachtung entfaltet sich eine romantische Klangwelt, in der jede musikalische Geste Bedeutung trägt. Illenbergers Bariton verbindet Textverständlichkeit mit farbenreicher Linienführung, während Gerold Huber am Klavier die feinsten Übergänge der Orchestrierung hörbar macht.
Brahms: Wärme, Tiefe und spätromantische Klangfarben
Ausgewählte Lieder von Johannes Brahms führen den Abend in eine innige, oft nachdenkliche Klangsprache. Die charakteristische Verbindung aus volksliednaher Melodik, dichter Harmonik und emotionaler Zurückhaltung verlangt eine präzise Synchronisation zwischen Stimme und Klavier. Gerold Huber zählt zu den renommierten Liedbegleitern und studierte unter anderem in der Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau.
Mahlers Wunderhorn-Lieder zwischen Erde und Aufbruch
Mit einer Auswahl aus Gustav Mahlers Des Knaben Wunderhorn weitet sich der musikalische Horizont. Mahler verbindet volkstümliche Einfachheit mit dramatischer Verdichtung, Ironie mit erschütternder Emotionalität. In der intimen Akustik des Schlosses entsteht ein Konzerterlebnis, das die leisen Zwischentöne ebenso ernst nimmt wie die großen Ausbrüche der spätromantischen Bühnenperformance.
Eine Hommage an Dietrich Fischer-Dieskau
Der Liederabend steht zugleich im Zeichen von Dietrich Fischer-Dieskau, der in Berg lebte und 2012 dort starb. Der Kulturverein Berg widmet ihm seit 2022 regelmäßig einen Konzertabend. Gerrit Illenberger debütierte in der Spielzeit 2025/26 an der Bayerischen Staatsoper als Melisso in Händels Alcina; zuvor gehörte er dem Ensemble der Semperoper Dresden an. Gemeinsam mit Gerold Huber knüpft er an eine bedeutende Tradition des deutschen Kunstliedes an.
Fazit: Ein stilles Konzert mit großer emotionaler Wirkung
Besucher erwartet ein konzentrierter Liederabend voller Poesie, vokaler Präzision und klanglicher Tiefe. Die Verbindung aus Schlossatmosphäre, romantischer Liedkultur und der Hommage an Fischer-Dieskau macht diesen Konzerttermin zu einem besonderen Erlebnis für Klassikliebhaber und alle, die Musik unmittelbar und intensiv erleben möchten.
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