Entdeckungen von Franz von Lenbach im Kurparkschlösschen Herrsching


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Franz von Lenbach neu entdeckt: eine Ausstellung voller überraschender Bildwelten
Im Kurparkschlösschen Herrsching öffnet sich im Herbst 2026 ein besonders aufschlussreiches Kunsterlebnis: Entdeckungen – Unbekannte Werke von Franz von Lenbach führt anlässlich des 190. Geburtstages des Künstlers zu mehr als 40 Originalen aus Privatbesitz. Die Präsentation zeigt Skizzen, Familienporträts und bekannte Arbeiten in einer Ausstellungsatmosphäre, die Lenbach nicht nur als berühmten Porträtisten, sondern auch als experimentierfreudigen Beobachter seiner Zeit erfahrbar macht.
Ein Malerfürst zwischen Repräsentation und Intimität
Franz von Lenbach gilt als eine Schlüsselfigur der Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts. Seine Porträts von Persönlichkeiten wie Otto von Bismarck, Kaiser Wilhelm I. oder Richard Wagner prägten das Bild des deutschen „Malerfürsten“. Zugleich zeigt die Ausstellung den privaten, suchenden und technisch aufmerksamen Lenbach: ein Künstler, der sich mit Altmeister-Kopien, fein modellierten Gesichtern und atmosphärisch verdichteten Bildräumen auseinandersetzte. Gerade diese Spannweite macht seine Werkbetrachtung heute so reizvoll.
Zwischen Skizze, Porträt und künstlerischer Selbstinszenierung
Die Schau versammelt bisher wenig beachtete Arbeiten neben vertrauten Motiven und eröffnet damit neue Perspektiven auf Lenbachs Kunst. Zu sehen sind unter anderem innige Familienporträts und Arbeiten, die den Wandel von der Studienzeichnung zur repräsentativen Malerei nachvollziehbar machen. Im Kontext der modernen Bildkultur gewinnt das Thema besondere Aktualität: Wie entsteht ein Porträt? Wie inszeniert sich Persönlichkeit im Bild? Und was unterscheidet das kunstvolle Porträt vom flüchtigen Schnappschuss?
Ein Ausstellungsort mit historischer Aura
Das 1888 errichtete Kurparkschlösschen bietet für diese Schau einen historischen Rahmen von besonderer Dichte. Die Räume im Herzen von Herrsching am Ammersee verstärken die Wirkung der Originale und verbinden kulturelle Bildung mit unmittelbarer ästhetischer Erfahrung. Wer die Ausstellung besucht, erlebt nicht nur Kunstgeschichte, sondern auch die besondere Raumwirkung eines historischen Hauses am See.
Begleitprogramm für vertiefende Begegnungen
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Ergänzend gibt es öffentliche Führungen an mehreren Sonntagen sowie Art After Work-Termine am Abend. Eine Lesung mit Reinhold Neven Du Mont erweitert die Ausstellung um eine literarische Perspektive und schlägt eine Brücke zwischen Familiengeschichte, Erinnerung und Kunstvermittlung. Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich und machen den Besuch auch für Schulklassen, Kulturgruppen und Kunstvereine attraktiv.
Franz von Lenbach im kunsthistorischen Kontext
Lenbachs Bedeutung reicht weit über einzelne Porträts hinaus. Er studierte an der Münchner Akademie, setzte sich intensiv mit der Tradition der Alten Meister auseinander und wurde für seine souveräne Verbindung von Form, Status und Psychologie geschätzt. Werke in der Sammlung Schack und im Lenbachhaus belegen seine Stellung innerhalb der Münchner Kunstszene und der Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts. Diese Ausstellung knüpft daran an und lenkt den Blick auf weniger bekannte Facetten eines Künstlers, der bis heute den Diskurs über Repräsentation und Bildkultur prägt.
Fazit: Wer Franz von Lenbach nicht nur als Namen der Kunstgeschichte, sondern als lebendigen Erzähler seiner Epoche erleben möchte, findet in Herrsching eine sorgfältig kuratierte Ausstellung mit Seltenheitswert. Ein Besuch verspricht konzentrierte Werkbetrachtung, kunsthistorische Tiefe und ein elegantes Kunsterlebnis am Ammersee. Diese Schau verdient den Weg ins Kurparkschlösschen unbedingt live vor Ort.
Offizielle Kanäle von Franz von Lenbach:
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