4 Positionen – 4 Handschriften im Roncallihaus: Kunst und Vielfalt in Tutzing


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Vier Handschriften, ein Resonanzraum: Kunst im Roncallihaus erleben
Diese Ausstellung verspricht ein intensives Kunsterlebnis: Unter dem programmatischen Titel 4 Positionen – 4 Handschriften zeigt KulturArt am See zum 18-jährigen Jubiläum eine kuratierte Gruppenschau im Roncallihaus Tutzing. Zwischen Malerei, Aquarell, experimenteller Kunst und fotorealistischer Porträtkunst entfaltet sich eine Ausstellungsatmosphäre, die Differenz, Dialog und ästhetische Erfahrung miteinander verschränkt.
Vier künstlerische Positionen – vier ästhetische Sprachen
Gerda Elfrat lotet in fein nuancierten Aquarellen die Poetik des Lichts aus: Transparenzen, Lasuren und atmende Farbverläufe erzeugen leise Spannung zwischen Fläche und Tiefe. Robert Sainer markiert mit zeitgenössischer Malerei die Gegenwart als Farbraum – pastose Setzungen, gestische Spuren und strukturierte Oberflächen führen die Werkbetrachtung in ein Feld zwischen Energie und Form. Prof. Dr. Klaus Ehrlenspiel erkundet die Experimentalkunst: Materialschichtungen, Prozess-Spuren und konstruktive Eingriffe reflektieren künstlerische Forschung als Methode. Alexander Kowarzyk schließlich schärft mit fotorealistischen Porträts den Blick für Präsenz, Physiognomie und Lichtmodellierung – eine Schule der Aufmerksamkeit.
Kuratorische Idee: Kontrast als Komposition
Die Kuratierung setzt auf die produktive Reibung von Handschriften. Farb- und Formkontraste, Hell-Dunkel-Dynamiken und unterschiedliche Materialitäten werden zu räumlichen Akzenten verschränkt. So entsteht eine klare Dramaturgie der Räume: ruhige Zonen für kontemplative Betrachtung, konzentrierte Blickachsen für lineare Werkfolgen, offene Sichten für die dialogische Begegnung der Positionen.
Sinnliche Eindrücke: Farbe, Licht, Material
Die Ausstellung operiert mit fein abgestimmten Lichtverhältnissen. Aquarelliertes Flirren, malerische Dichte, experimentelle Reliefs und hautnahe Porträtoberflächen entfalten ein Spektrum haptischer Qualitäten. Papier, Leinwand und Mischmaterialien sprechen unmittelbar – eine Einladung zur entschleunigten Nahsicht.
Kunsthistorische Bezüge und regionale Verortung
Im Resonanzraum zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion knüpfen die Arbeiten an Traditionslinien von Aquarellmalerei, malerischer Expressivität, Materialkunst und Porträtkultur an. Zugleich verankert KulturArt am See das Ausstellungsprojekt in der regionalen Kunstszene rund um Starnberger See und Ammersee – ein nachhaltiger Beitrag zur kulturellen Bildung vor Ort.
Bildung und Vermittlung: Sehen lernen
Die Schau eignet sich hervorragend für dialogische Führungen: formale Analyse, Technikvergleich, Ikonografie der Porträtkunst, Materialästhetik experimenteller Verfahren. Die Betrachtung wird zur Übung des Sehens – eine Schule für Bildkompetenz, die Laien wie Kenner gleichermaßen anspricht.
Fazit
Vier unverwechselbare Handschriften, verbunden zu einer prägnanten Ausstellungs-Komposition: Wer Farbe, Form und Material im lebendigen Spannungsfeld erleben möchte, sollte diese Schau unbedingt besuchen. Die Vielfalt der künstlerischen Stimmen macht die Ausstellung zu einem intensiven Kunsterlebnis – vor Ort, im ästhetischen Dialog, im eigenen Blick.
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