Bayerische Staatsgüter - Versuchs- und Bildungszentrum Rinderfütterung - Staatsgut Achselschwang
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Utting am Ammersee

Achselschwang 1, 86919 Utting am Ammersee-Achselschwang, Deutschland

Staatsgut Achselschwang | Rinderfütterung & Fotos

Achselschwang ist weit mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb am Rand des Ammersees. Der Standort der Bayerischen Staatsgüter in Utting am Ammersee verbindet Forschung, Bildung und praktische Tierhaltung zu einem ungewöhnlich vielschichtigen Gesamtbild. Im Mittelpunkt stehen heute die Rinderfütterung, die Milchviehhaltung und die Aus- und Fortbildung für die Landwirtschaft. Gleichzeitig prägt der Betrieb mit seinen Stallanlagen, Seminarräumen, Unterkünften und Nebenbetrieben eine Landschaft, die seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wird. Wer nach Fotos, Hintergrundwissen, Anfahrt oder fachlichen Details sucht, findet hier keinen klassischen Veranstaltungsort, sondern einen praxisnahen Bildungs- und Versuchsstandort mit starkem Bezug zur Tierhaltung. Die Bayerischen Staatsgüter beschreiben Achselschwang als zentralen Versuchsstandort für Rinderfütterung in Bayern und als Ort, an dem Erkenntnisse direkt in die landwirtschaftliche Praxis zurückfließen. Neben dem Hauptbetrieb gehören auch die Betriebe Hübschenried mit Engenried und Westerschondorf mit Stillerhof zum Gesamtkomplex. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245511/index.php))

Rinderfütterung und Milchviehhaltung in Achselschwang

Die fachliche Identität von Achselschwang liegt klar in der Rinderfütterung und der Milchviehhaltung. Innerhalb der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft führt der Standort die Fütterungsversuche im Milchviehbereich durch und arbeitet eng mit der LfL an praxisnahen Fragestellungen der Milchviehhaltung. Das ist für die bayerische Landwirtschaft bedeutsam, weil hier nicht nur theoretische Konzepte untersucht werden, sondern konkrete Bedingungen aus dem Alltag von Milchviehbetrieben. Dazu gehören Fragen zur Futteraufnahme, zur Leistung von Kühen und zur Wechselwirkung zwischen Haltung, Klima und Tiergesundheit. Besonders interessant ist dabei der Einsatz vollautomatischer Wiegetröge, mit denen die Futteraufnahme einzelner Tiere präzise erfasst und ausgewertet werden kann. So werden Daten gewonnen, die Rückschlüsse auf Verhalten, Fütterungseffizienz und Wohlbefinden erlauben. Achselschwang ist damit kein reiner Lehrbetrieb, sondern ein Standort, an dem wissenschaftlich und zugleich anwendungsnah gearbeitet wird. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245477/index.php))

Auch die Milchviehhaltung selbst ist auf moderne Tierwohl- und Stallkonzepte ausgerichtet. Die offizielle Darstellung betont das große Platzangebot im Stall, die klar gegliederten Funktionsbereiche sowie Maßnahmen wie Windschutz, Lüftung und saisonale Anpassungen. Im Winter wird der Abkalbebereich durch Windschutznetze geschützt, damit neugeborene Kälber keiner Zugluft ausgesetzt sind; im Sommer sorgen temperaturgesteuerte Großraumlüfter und an heißen Tagen eine Sprinkleranlage für Kühlung. Für die laktierenden Kühe sind unter anderem überdachte und unüberdachte Flächen, Tiefboxen mit Sand sowie ein Nackenriegel am Futtertisch beschrieben. Das zeigt, dass der Betrieb die Bedingungen im Stall aktiv an die Bedürfnisse der Tiere anpasst. Ergänzend wird die Rolle von LED-Stalllampen hervorgehoben, weil Lichtdauer und Tageszeit die Aktivität, Fortpflanzung und Jungtieraufzucht beeinflussen können. Achselschwang dient damit als Beispiel für eine moderne Milchviehhaltung, die Tierkomfort, Produktivität und Forschung zusammenführt. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245496/index.php))

Für Suchanfragen rund um Rinderfütterung, Milchviehhaltung und Stalltechnik ist außerdem wichtig, dass der Standort nicht isoliert arbeitet. Zum Betrieb gehören mehrere Einheiten, die gemeinsam bewirtschaftet werden und unterschiedliche Schwerpunkte abdecken. Während Achselschwang selbst die Milchviehhaltung bündelt, findet in Hübschenried die Jungviehaufzucht statt, und Westerschondorf war beziehungsweise ist mit Rindermastversuchen verbunden. Diese Arbeitsteilung macht den Gesamtstandort fachlich besonders stark, weil verschiedene Lebensphasen und Nutzungsschritte der Rinder unter realen Betriebsbedingungen betrachtet werden können. Für Landwirte, Auszubildende und Fachbesucher ist das ein Vorteil: Sie erhalten nicht nur einen Blick auf einzelne Stallbereiche, sondern auf ein durchgängiges System der Rinderhaltung. Gerade im Zusammenhang mit Fütterung, Leistung, Tiergesundheit und Herdemanagement bietet Achselschwang damit eine praxisrelevante Lern- und Forschungsumgebung, die in Bayern eine klare Sonderstellung einnimmt. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245515/index.php?utm_source=openai))

Kälberaufzucht im neuen Kaltstall

Ein besonderes aktuelles Thema in Achselschwang ist die Kälberaufzucht. Der neue Kälberstall wurde im Januar 2025 in Betrieb genommen und ersetzte den zuvor 17 Jahre genutzten Altstall. Er ist als einhäusiger, nach Süden ausgerichteter Kaltstall mit reguliertem Außenklima beschrieben. Die Architektur ist auf eine präzise Steuerung der Haltungsbedingungen ausgelegt und gliedert sich in mehrere baulich getrennte Abteile. Besonders wichtig ist dabei die Kombination aus funktionaler Stalltechnik und Forschung: Zwei unabhängig steuerbare Klimazonen ermöglichen eine exakte Kontrolle der Versuchsbedingungen, während Curtain-Systeme, temperaturabhängige Öffnungen und eine Nord-Süd-Lüftung ein flexibles Stallklima schaffen. Hinzu kommt eine 12 Zentimeter starke Vollholzdecke mit integrierter Indach-Photovoltaikanlage. Die Konstruktion zeigt, wie eng im Standort Tierwohl, Energieeffizienz und Forschungsinteresse zusammengehören. Achselschwang wird damit auch in der Kälberaufzucht als Innovationsort sichtbar, nicht nur als klassischer Lehr- oder Hofbetrieb. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245487/index.php))

Die ersten Lebenstage der Kälber sind im offiziellen Material besonders detailliert beschrieben. Neugeborene Kälber werden bei Außentemperaturen unter 10 Grad Celsius unmittelbar nach der Geburt in einer Wärmebox getrocknet und erhalten dort die erste Kolostrumgabe von mindestens drei Litern mit einer Qualität von mindestens 22 Brix. Nach dem vollständigen Abtrocknen werden sie gewogen, markiert und in Einzelboxen eingestallt. Ab der zweiten Mahlzeit wird Vollmilch angesäuert verfüttert, ab dem fünften Lebenstag erfolgt die Fütterung ausschließlich mit angesäuertem Milchaustauscher ad libitum. Wasser und eine hofeigene Kälber-TMR stehen ab dem ersten Lebenstag frei zur Verfügung. Diese Beschreibung macht deutlich, dass der Betrieb sehr präzise und wissenschaftlich begleitet mit der Jungtierphase arbeitet. Für die Suchintentionen zu Kälberaufzucht, Stallkonzept und Fütterung bietet Achselschwang also nicht nur theoretische Informationen, sondern ein konkret dokumentiertes Praxismodell. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245487/index.php))

Auch die Forschungsseite des Standorts ist eng mit der Kälberaufzucht verknüpft. Die Daten zu Tiergesundheit, Tierverhalten und Tierwohl sollen zwischen unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verglichen werden, damit sich daraus Empfehlungen für den Bau und die Gestaltung von Kälberställen ableiten lassen. Auf der Forschungsseite wird der Stall als Ort mit zwei Bereichen für neugeborene Kälber bis zum Alter von drei Wochen sowie anschließenden Gruppenbuchten beschrieben; außerdem kommen Videokameras pro Abteil, Temperatur- und Luftfeuchtesensoren sowie eine Wetterstation in Stallnähe zum Einsatz. Erfasst werden unter anderem Ammoniak, Kohlendioxid, Temperatur, Luftfeuchte und Luftbewegung. Das Ziel ist klar: Es sollen belastbare Erkenntnisse darüber entstehen, welche klimatischen Bedingungen Kälbern in verschiedenen Entwicklungsphasen am meisten nützen. Diese Verbindung aus technischer Ausstattung, Versuchsanlage und Tierbeobachtung ist ein zentraler Grund dafür, weshalb Achselschwang in der Fachwelt überregional Bedeutung besitzt. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245477/index.php))

Aus- und Fortbildung rund um Rinderhaltung

Ein weiterer Kernbereich von Achselschwang ist die landwirtschaftliche Bildung. Der Standort ist ausdrücklich als Versuchs- und Bildungszentrum organisiert, und der Schwerpunkt der Arbeit liegt laut offizieller Darstellung in der Aus- und Fortbildung, speziell in der Rinderhaltung. Das Spektrum reicht von Grundkursen für tierische Erzeugung über Schwerpunktlehrgänge bis hin zu Angeboten für Quereinsteiger, Dorfhelferinnen und Dorfhelfer, Auszubildende im zweiten und dritten Lehrjahr sowie weitere Interessierte. In den Lehrgängen werden theoretische und praktische Einheiten kombiniert, sodass die Teilnehmer nicht nur Wissen aufnehmen, sondern Abläufe direkt im Stall, am Tier und an der Technik nachvollziehen können. Für Menschen, die nach Bildung, Lehrgang, Rinderhaltung oder Melken in Verbindung mit Achselschwang suchen, ist genau dieser praktische Ansatz entscheidend. Der Betrieb fungiert als Schnittstelle zwischen Schule, Versuchswesen und realer landwirtschaftlicher Produktion und erfüllt damit eine öffentliche Bildungsaufgabe, die weit über einen einzelnen Hof hinausgeht. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245494/index.php?utm_source=openai))

Die Inhalte der Lehrgänge sind breit gefächert und auf die Anforderungen moderner Milchviehbetriebe zugeschnitten. Genannt werden unter anderem praktische Zuchtarbeit, Fruchtbarkeit, Qualitätsmilcherzeugung, Rinderfütterung, Rationsgestaltung und -berechnung, Eutergesundheit, Wartung und Pflege der Melkanlage, Herdenmanagement, Rinderbeurteilung, Klauenpflege und Kälberaufzucht. In den Lehrgangsformaten für das zweite und dritte Ausbildungsjahr spielen außerdem Neuerungen in der Melktechnik, Leistungsfütterung, Fütterungstechniken und -fehler, Tiergesundheit, Haltungsformen, Kuhkomfort und Tierschutz beim Tiertransport eine wichtige Rolle. Besonders auffällig ist, dass im Unterricht zwei moderne Melkstände genutzt werden, darunter ein Doppel-8er-Fischgrätenmelkstand mit Schnellaustrieb und automatischer Abnahme sowie ein Doppel-3er-Autotandemmelkstand. Diese Ausstattung zeigt, dass Achselschwang nicht nur über Landwirtschaft spricht, sondern technische Standards des modernen Milchviehbetriebs im echten Betrieb erlebbar macht. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245506/index.php?utm_source=openai))

Auch die Reichweite der Bildungsarbeit ist bemerkenswert. Auf der Standortseite wird berichtet, dass im Jahr 2022 rund 1830 Interessierte Schulungen und Lehrgänge im Versuchs- und Bildungszentrum besucht haben. Darüber hinaus wird der Standort für Praktika von Studierenden der Landwirtschaft oder Tiermedizin genannt. Damit wird deutlich, dass Achselschwang nicht nur für etablierte Landwirte, sondern auch für den beruflichen Nachwuchs und für Umsteiger aus anderen Bereichen relevant ist. Wer nach Bildung, Praxis, Weiterbildung oder Lehrgang in Bayern sucht, findet hier einen Ort, an dem Stallarbeit, Forschungsergebnisse und didaktische Vermittlung ineinandergreifen. Gerade weil die Ausbildung in der Rinderhaltung stark praxisbezogen ist, funktioniert Achselschwang wie ein lebendiges Schulungszentrum: Die Theorie wird direkt an Tieren, Anlagen und Betriebsabläufen erklärt. Das macht den Standort besonders wertvoll für Suchanfragen mit Bezug zu Ausbildung, Praktikum und landwirtschaftlicher Fortbildung. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/cms16/zentren/achselschwang/245481/index.php?utm_source=openai))

Tagungsbereich, Seminarräume und Unterkunft

Wer nach Seminarräumen, Tagungsbereich oder Unterkunft in Achselschwang sucht, stößt auf ein Angebot, das eng mit dem landwirtschaftlichen Bildungsauftrag verbunden ist. Das Staatsgut verfügt über verschiedene Lehr- und Seminarräume, eine Küche und Unterkünfte. Soweit Kapazitäten vorhanden sind, werden diese auch an externe Nutzer vermietet, allerdings nur dann, wenn eine Verbindung zur Landwirtschaft oder zum Umfeld von Achselschwang besteht. Damit wird klar: Der Tagungsbereich ist keine beliebige Eventlocation, sondern eine thematisch passende Infrastruktur für Schulungen, Besprechungen, Fachseminare und landwirtschaftsnahe Treffen. Für Unternehmen, Verbände, Bildungsgruppen oder Fachbesucher ist das interessant, weil sie in einem authentischen Umfeld arbeiten können, das unmittelbar mit Tierhaltung und Landwirtschaft verknüpft ist. So entsteht ein Rahmen, in dem Inhalte nicht abstrakt bleiben, sondern durch den Ort selbst unterstützt werden. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245505/index.php?utm_source=openai))

Die räumliche Ausstattung ist für einen Betrieb dieser Art überraschend umfangreich. Genannt werden ein großer Lehrsaal für 40 Personen, ein kleiner Lehrsaal für 20 Personen, ein großer Seminarraum für 30 Personen, der Braunviehstall für 200 Personen, drei Aufenthalts- und Fernsehräume, eine Bibliothek für 10 Personen sowie ein Stüberl für das gemütliche Beisammensein nach getaner Arbeit. Darüber hinaus stehen 26 Zweibettzimmer und 3 Einbettzimmer mit Nasszellen zur Verfügung. Die Küche bietet Vollverpflegung in gut bürgerlicher Art, vegetarische Versorgung ist auf Anfrage möglich. Auch die technische Seite ist gut ausgestattet: Notebook, Beamer, Tageslichtprojektor, Soundanlage und Pinnwände können nach vorheriger Absprache ausgeliehen werden; zwei Seminarräume verfügen zudem über Smart-Board-Technologie. Diese Fakten machen den Tagungsbereich für Gruppen attraktiv, die Wert auf funktionale Ausstattung und eine ruhige Arbeitsatmosphäre legen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245505/index.php?utm_source=openai))

Praktisch gesehen ist der Tagungsbereich damit besonders für landwirtschaftsbezogene Schulungen, Fortbildungen und Besprechungen geeignet. Die Kombination aus Unterkünften, Verpflegung und Seminartechnik erleichtert mehrtägige Kurse und kompakte Fachprogramme. Für Suchanfragen nach Unterkunft, Seminarraum oder Tagungsbereich in Achselschwang sind diese Daten zentral, weil sie den Standort von anderen Bauernhöfen oder Lehrzentren abheben. Besonders interessant ist die Größenordnung: Es gibt sowohl kleine Räume für interne Fachgespräche als auch größere Kapazitäten für Vorträge oder Gruppenarbeit. Gleichzeitig bleibt das Umfeld eindeutig landwirtschaftlich geprägt. Diese Mischung aus Professionalität und Praxisnähe passt sehr gut zu einem Versuchs- und Bildungszentrum, das seine Räume nicht isoliert, sondern als Teil eines funktionierenden Betriebes versteht. Wer also einen authentischen, fachlich passenden Ort für Landwirtschaft, Tierhaltung oder Regionaltreffen sucht, findet in Achselschwang ein durchdachtes Angebot mit klaren Rahmenbedingungen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245505/index.php?utm_source=openai))

Geschichte des Staatsguts Achselschwang von den Anfängen bis heute

Achselschwang blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, die weit vor den heutigen Forschungs- und Bildungsaufgaben beginnt. Die offizielle Geschichtsseite beschreibt eine Besiedlung seit der Zeit der Kelten und Römer; im frühen Mittelalter wurde das Land durch Klöster bewirtschaftet. Die erste urkundliche Erwähnung wird auf das Jahr 760 datiert, als Tassilo III. dem Kloster Wessobrunn Einnahmen aus Achselschwang zudachte. Weitere historische Stationen sind die Bestätigungen des Besitzes durch Päpste im 12. Jahrhundert, der Übergang an das Kloster Dießen im Jahr 1388 und die Errichtung des Wirtschafts- und Pferdestallgebäudes zwischen 1512 und 1535, das heute als ältestes erhaltenes Gebäude gilt. Diese frühe Geschichte zeigt, wie tief der Standort in die Kulturlandschaft des Ammerseegebietes eingebettet ist. Achselschwang ist also nicht erst seit der modernen Landwirtschaft relevant, sondern seit vielen Jahrhunderten ein landwirtschaftlich geprägter Ort mit wechselvollen Besitz- und Nutzungsformen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/271487/index.php))

In der Neuzeit wurde Achselschwang mehrfach umgewandelt und neu ausgerichtet. Nach der Säkularisation 1803 gelangte das Gut in Staatseigentum, wurde später als Militärfohlenhof zurückgekauft und erlangte im 19. Jahrhundert wiederholt Bedeutung für die staatliche Pferde- und Landwirtschaftsverwaltung. 1864 wurde das königliche Stammgestüt von Schwaiganger nach Achselschwang verlegt, 1897 kam der Ankauf des Spital-Ökonomiegutes Stillerhof hinzu, und 1936 wurde das Gut Romenthal erworben. Gerade diese Phase zeigt, dass der Betrieb über lange Zeit nicht nur landwirtschaftlich, sondern auch für die Pferdezucht eine wichtige Rolle spielte. Die Geschichte dokumentiert damit einen Wandel von der Grundherrschaft über Gestüt und Staatsgut hin zu einer modernen Versuchs- und Bildungsstätte. Wer die heutige Ausrichtung verstehen will, erkennt hier den historischen Hintergrund, aus dem die jetzige Spezialisierung hervorgegangen ist. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/271487/index.php))

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ausbau zur überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsstätte forciert. 1948 entstand eine Besamungsstation, 1953 begann die Einrichtung des Versuchsbetriebes im ehemaligen Stammgestüt, und eine Viehhaltungs- und Melkerschule wurde gegründet. 1977 wurde die neue Milchvieh- und Rinderstallung fertiggestellt, 1988 folgte ein neues Gebäude für die Tierhaltungsschule. Spätere Meilensteine waren die Eingliederung in die Landesanstalt für Landwirtschaft 2004, der Bezug des neuen Kuhstalles 2004, der neue Kälberstall 2007, die Gründung und Eingliederung in die Bayerischen Staatsgüter 2020 und schließlich der Bezug des neuen Kälberstalles für Forschung und Bildung 2025. Diese Chronologie macht deutlich, dass Achselschwang kein statischer Ort ist, sondern sich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Die heutige Kombination aus Forschung, Bildung und Tierhaltung ist das Ergebnis einer langen historischen Transformation. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/271487/index.php))

Anfahrt, Kontakt und Orientierung für Achselschwang

Für Besucher, Lehrgangsteilnehmer und Fachgäste ist die Anfahrt klar beschrieben. Der Standort liegt in Achselschwang 1, 86919 Utting am Ammersee. Mit dem Auto führt der Weg über die A96 Richtung Lindau bis zur Ausfahrt 29 Greifenberg. Von dort fährt man Richtung Dießen am Ammersee beziehungsweise Schondorf, biegt nach etwa 2,5 Kilometern rechts in die Landsberger Straße ein, bleibt dort immer links und erreicht nach rund 3,5 Kilometern das Staatsgut auf der linken Seite. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise möglich: Ab München Hauptbahnhof fährt man mit der S4 bis Geltendorf, steigt dort in den Regionalverkehr Richtung Weilheim um und fährt bis Utting am Ammersee; von dort sind es noch etwa 4,5 Kilometer per Taxi. Für eine fachliche Orientierung sind diese Daten zentral, weil sie den Standort ohne Umwege auffindbar machen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245511/index.php))

Die offiziellen Kontaktdaten lauten Tel. 089 / 6933442-200, Fax 089 / 6933442-260 und E-Mail achselschwang@baysg.bayern.de. Damit ist der Standort sowohl für allgemeine Nachfragen als auch für organisatorische Themen gut erreichbar. Zusätzlich ist wichtig, dass es Nebenbetriebe gibt: Hübschenried liegt in der Nähe von Dießen am Ammersee, Westerschondorf in Finning, und die Betriebsstandorte werden gemeinsam bewirtschaftet. Für Interessierte bedeutet das, dass Achselschwang nicht als isolierter Hof zu verstehen ist, sondern als Teil eines regionalen Verbundes von landwirtschaftlichen Betrieben, Versuchseinheiten und Bildungsorten. Wer also Anfahrt, Kontakt oder regionale Einordnung sucht, erhält hier einen klaren Überblick über die praktische Erreichbarkeit und die räumliche Struktur des Gesamtstandorts. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245492/index.php))

Quellen:

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Staatsgut Achselschwang | Rinderfütterung & Fotos

Achselschwang ist weit mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb am Rand des Ammersees. Der Standort der Bayerischen Staatsgüter in Utting am Ammersee verbindet Forschung, Bildung und praktische Tierhaltung zu einem ungewöhnlich vielschichtigen Gesamtbild. Im Mittelpunkt stehen heute die Rinderfütterung, die Milchviehhaltung und die Aus- und Fortbildung für die Landwirtschaft. Gleichzeitig prägt der Betrieb mit seinen Stallanlagen, Seminarräumen, Unterkünften und Nebenbetrieben eine Landschaft, die seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wird. Wer nach Fotos, Hintergrundwissen, Anfahrt oder fachlichen Details sucht, findet hier keinen klassischen Veranstaltungsort, sondern einen praxisnahen Bildungs- und Versuchsstandort mit starkem Bezug zur Tierhaltung. Die Bayerischen Staatsgüter beschreiben Achselschwang als zentralen Versuchsstandort für Rinderfütterung in Bayern und als Ort, an dem Erkenntnisse direkt in die landwirtschaftliche Praxis zurückfließen. Neben dem Hauptbetrieb gehören auch die Betriebe Hübschenried mit Engenried und Westerschondorf mit Stillerhof zum Gesamtkomplex. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245511/index.php))

Rinderfütterung und Milchviehhaltung in Achselschwang

Die fachliche Identität von Achselschwang liegt klar in der Rinderfütterung und der Milchviehhaltung. Innerhalb der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft führt der Standort die Fütterungsversuche im Milchviehbereich durch und arbeitet eng mit der LfL an praxisnahen Fragestellungen der Milchviehhaltung. Das ist für die bayerische Landwirtschaft bedeutsam, weil hier nicht nur theoretische Konzepte untersucht werden, sondern konkrete Bedingungen aus dem Alltag von Milchviehbetrieben. Dazu gehören Fragen zur Futteraufnahme, zur Leistung von Kühen und zur Wechselwirkung zwischen Haltung, Klima und Tiergesundheit. Besonders interessant ist dabei der Einsatz vollautomatischer Wiegetröge, mit denen die Futteraufnahme einzelner Tiere präzise erfasst und ausgewertet werden kann. So werden Daten gewonnen, die Rückschlüsse auf Verhalten, Fütterungseffizienz und Wohlbefinden erlauben. Achselschwang ist damit kein reiner Lehrbetrieb, sondern ein Standort, an dem wissenschaftlich und zugleich anwendungsnah gearbeitet wird. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245477/index.php))

Auch die Milchviehhaltung selbst ist auf moderne Tierwohl- und Stallkonzepte ausgerichtet. Die offizielle Darstellung betont das große Platzangebot im Stall, die klar gegliederten Funktionsbereiche sowie Maßnahmen wie Windschutz, Lüftung und saisonale Anpassungen. Im Winter wird der Abkalbebereich durch Windschutznetze geschützt, damit neugeborene Kälber keiner Zugluft ausgesetzt sind; im Sommer sorgen temperaturgesteuerte Großraumlüfter und an heißen Tagen eine Sprinkleranlage für Kühlung. Für die laktierenden Kühe sind unter anderem überdachte und unüberdachte Flächen, Tiefboxen mit Sand sowie ein Nackenriegel am Futtertisch beschrieben. Das zeigt, dass der Betrieb die Bedingungen im Stall aktiv an die Bedürfnisse der Tiere anpasst. Ergänzend wird die Rolle von LED-Stalllampen hervorgehoben, weil Lichtdauer und Tageszeit die Aktivität, Fortpflanzung und Jungtieraufzucht beeinflussen können. Achselschwang dient damit als Beispiel für eine moderne Milchviehhaltung, die Tierkomfort, Produktivität und Forschung zusammenführt. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245496/index.php))

Für Suchanfragen rund um Rinderfütterung, Milchviehhaltung und Stalltechnik ist außerdem wichtig, dass der Standort nicht isoliert arbeitet. Zum Betrieb gehören mehrere Einheiten, die gemeinsam bewirtschaftet werden und unterschiedliche Schwerpunkte abdecken. Während Achselschwang selbst die Milchviehhaltung bündelt, findet in Hübschenried die Jungviehaufzucht statt, und Westerschondorf war beziehungsweise ist mit Rindermastversuchen verbunden. Diese Arbeitsteilung macht den Gesamtstandort fachlich besonders stark, weil verschiedene Lebensphasen und Nutzungsschritte der Rinder unter realen Betriebsbedingungen betrachtet werden können. Für Landwirte, Auszubildende und Fachbesucher ist das ein Vorteil: Sie erhalten nicht nur einen Blick auf einzelne Stallbereiche, sondern auf ein durchgängiges System der Rinderhaltung. Gerade im Zusammenhang mit Fütterung, Leistung, Tiergesundheit und Herdemanagement bietet Achselschwang damit eine praxisrelevante Lern- und Forschungsumgebung, die in Bayern eine klare Sonderstellung einnimmt. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245515/index.php?utm_source=openai))

Kälberaufzucht im neuen Kaltstall

Ein besonderes aktuelles Thema in Achselschwang ist die Kälberaufzucht. Der neue Kälberstall wurde im Januar 2025 in Betrieb genommen und ersetzte den zuvor 17 Jahre genutzten Altstall. Er ist als einhäusiger, nach Süden ausgerichteter Kaltstall mit reguliertem Außenklima beschrieben. Die Architektur ist auf eine präzise Steuerung der Haltungsbedingungen ausgelegt und gliedert sich in mehrere baulich getrennte Abteile. Besonders wichtig ist dabei die Kombination aus funktionaler Stalltechnik und Forschung: Zwei unabhängig steuerbare Klimazonen ermöglichen eine exakte Kontrolle der Versuchsbedingungen, während Curtain-Systeme, temperaturabhängige Öffnungen und eine Nord-Süd-Lüftung ein flexibles Stallklima schaffen. Hinzu kommt eine 12 Zentimeter starke Vollholzdecke mit integrierter Indach-Photovoltaikanlage. Die Konstruktion zeigt, wie eng im Standort Tierwohl, Energieeffizienz und Forschungsinteresse zusammengehören. Achselschwang wird damit auch in der Kälberaufzucht als Innovationsort sichtbar, nicht nur als klassischer Lehr- oder Hofbetrieb. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245487/index.php))

Die ersten Lebenstage der Kälber sind im offiziellen Material besonders detailliert beschrieben. Neugeborene Kälber werden bei Außentemperaturen unter 10 Grad Celsius unmittelbar nach der Geburt in einer Wärmebox getrocknet und erhalten dort die erste Kolostrumgabe von mindestens drei Litern mit einer Qualität von mindestens 22 Brix. Nach dem vollständigen Abtrocknen werden sie gewogen, markiert und in Einzelboxen eingestallt. Ab der zweiten Mahlzeit wird Vollmilch angesäuert verfüttert, ab dem fünften Lebenstag erfolgt die Fütterung ausschließlich mit angesäuertem Milchaustauscher ad libitum. Wasser und eine hofeigene Kälber-TMR stehen ab dem ersten Lebenstag frei zur Verfügung. Diese Beschreibung macht deutlich, dass der Betrieb sehr präzise und wissenschaftlich begleitet mit der Jungtierphase arbeitet. Für die Suchintentionen zu Kälberaufzucht, Stallkonzept und Fütterung bietet Achselschwang also nicht nur theoretische Informationen, sondern ein konkret dokumentiertes Praxismodell. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245487/index.php))

Auch die Forschungsseite des Standorts ist eng mit der Kälberaufzucht verknüpft. Die Daten zu Tiergesundheit, Tierverhalten und Tierwohl sollen zwischen unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verglichen werden, damit sich daraus Empfehlungen für den Bau und die Gestaltung von Kälberställen ableiten lassen. Auf der Forschungsseite wird der Stall als Ort mit zwei Bereichen für neugeborene Kälber bis zum Alter von drei Wochen sowie anschließenden Gruppenbuchten beschrieben; außerdem kommen Videokameras pro Abteil, Temperatur- und Luftfeuchtesensoren sowie eine Wetterstation in Stallnähe zum Einsatz. Erfasst werden unter anderem Ammoniak, Kohlendioxid, Temperatur, Luftfeuchte und Luftbewegung. Das Ziel ist klar: Es sollen belastbare Erkenntnisse darüber entstehen, welche klimatischen Bedingungen Kälbern in verschiedenen Entwicklungsphasen am meisten nützen. Diese Verbindung aus technischer Ausstattung, Versuchsanlage und Tierbeobachtung ist ein zentraler Grund dafür, weshalb Achselschwang in der Fachwelt überregional Bedeutung besitzt. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245477/index.php))

Aus- und Fortbildung rund um Rinderhaltung

Ein weiterer Kernbereich von Achselschwang ist die landwirtschaftliche Bildung. Der Standort ist ausdrücklich als Versuchs- und Bildungszentrum organisiert, und der Schwerpunkt der Arbeit liegt laut offizieller Darstellung in der Aus- und Fortbildung, speziell in der Rinderhaltung. Das Spektrum reicht von Grundkursen für tierische Erzeugung über Schwerpunktlehrgänge bis hin zu Angeboten für Quereinsteiger, Dorfhelferinnen und Dorfhelfer, Auszubildende im zweiten und dritten Lehrjahr sowie weitere Interessierte. In den Lehrgängen werden theoretische und praktische Einheiten kombiniert, sodass die Teilnehmer nicht nur Wissen aufnehmen, sondern Abläufe direkt im Stall, am Tier und an der Technik nachvollziehen können. Für Menschen, die nach Bildung, Lehrgang, Rinderhaltung oder Melken in Verbindung mit Achselschwang suchen, ist genau dieser praktische Ansatz entscheidend. Der Betrieb fungiert als Schnittstelle zwischen Schule, Versuchswesen und realer landwirtschaftlicher Produktion und erfüllt damit eine öffentliche Bildungsaufgabe, die weit über einen einzelnen Hof hinausgeht. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245494/index.php?utm_source=openai))

Die Inhalte der Lehrgänge sind breit gefächert und auf die Anforderungen moderner Milchviehbetriebe zugeschnitten. Genannt werden unter anderem praktische Zuchtarbeit, Fruchtbarkeit, Qualitätsmilcherzeugung, Rinderfütterung, Rationsgestaltung und -berechnung, Eutergesundheit, Wartung und Pflege der Melkanlage, Herdenmanagement, Rinderbeurteilung, Klauenpflege und Kälberaufzucht. In den Lehrgangsformaten für das zweite und dritte Ausbildungsjahr spielen außerdem Neuerungen in der Melktechnik, Leistungsfütterung, Fütterungstechniken und -fehler, Tiergesundheit, Haltungsformen, Kuhkomfort und Tierschutz beim Tiertransport eine wichtige Rolle. Besonders auffällig ist, dass im Unterricht zwei moderne Melkstände genutzt werden, darunter ein Doppel-8er-Fischgrätenmelkstand mit Schnellaustrieb und automatischer Abnahme sowie ein Doppel-3er-Autotandemmelkstand. Diese Ausstattung zeigt, dass Achselschwang nicht nur über Landwirtschaft spricht, sondern technische Standards des modernen Milchviehbetriebs im echten Betrieb erlebbar macht. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245506/index.php?utm_source=openai))

Auch die Reichweite der Bildungsarbeit ist bemerkenswert. Auf der Standortseite wird berichtet, dass im Jahr 2022 rund 1830 Interessierte Schulungen und Lehrgänge im Versuchs- und Bildungszentrum besucht haben. Darüber hinaus wird der Standort für Praktika von Studierenden der Landwirtschaft oder Tiermedizin genannt. Damit wird deutlich, dass Achselschwang nicht nur für etablierte Landwirte, sondern auch für den beruflichen Nachwuchs und für Umsteiger aus anderen Bereichen relevant ist. Wer nach Bildung, Praxis, Weiterbildung oder Lehrgang in Bayern sucht, findet hier einen Ort, an dem Stallarbeit, Forschungsergebnisse und didaktische Vermittlung ineinandergreifen. Gerade weil die Ausbildung in der Rinderhaltung stark praxisbezogen ist, funktioniert Achselschwang wie ein lebendiges Schulungszentrum: Die Theorie wird direkt an Tieren, Anlagen und Betriebsabläufen erklärt. Das macht den Standort besonders wertvoll für Suchanfragen mit Bezug zu Ausbildung, Praktikum und landwirtschaftlicher Fortbildung. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/cms16/zentren/achselschwang/245481/index.php?utm_source=openai))

Tagungsbereich, Seminarräume und Unterkunft

Wer nach Seminarräumen, Tagungsbereich oder Unterkunft in Achselschwang sucht, stößt auf ein Angebot, das eng mit dem landwirtschaftlichen Bildungsauftrag verbunden ist. Das Staatsgut verfügt über verschiedene Lehr- und Seminarräume, eine Küche und Unterkünfte. Soweit Kapazitäten vorhanden sind, werden diese auch an externe Nutzer vermietet, allerdings nur dann, wenn eine Verbindung zur Landwirtschaft oder zum Umfeld von Achselschwang besteht. Damit wird klar: Der Tagungsbereich ist keine beliebige Eventlocation, sondern eine thematisch passende Infrastruktur für Schulungen, Besprechungen, Fachseminare und landwirtschaftsnahe Treffen. Für Unternehmen, Verbände, Bildungsgruppen oder Fachbesucher ist das interessant, weil sie in einem authentischen Umfeld arbeiten können, das unmittelbar mit Tierhaltung und Landwirtschaft verknüpft ist. So entsteht ein Rahmen, in dem Inhalte nicht abstrakt bleiben, sondern durch den Ort selbst unterstützt werden. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245505/index.php?utm_source=openai))

Die räumliche Ausstattung ist für einen Betrieb dieser Art überraschend umfangreich. Genannt werden ein großer Lehrsaal für 40 Personen, ein kleiner Lehrsaal für 20 Personen, ein großer Seminarraum für 30 Personen, der Braunviehstall für 200 Personen, drei Aufenthalts- und Fernsehräume, eine Bibliothek für 10 Personen sowie ein Stüberl für das gemütliche Beisammensein nach getaner Arbeit. Darüber hinaus stehen 26 Zweibettzimmer und 3 Einbettzimmer mit Nasszellen zur Verfügung. Die Küche bietet Vollverpflegung in gut bürgerlicher Art, vegetarische Versorgung ist auf Anfrage möglich. Auch die technische Seite ist gut ausgestattet: Notebook, Beamer, Tageslichtprojektor, Soundanlage und Pinnwände können nach vorheriger Absprache ausgeliehen werden; zwei Seminarräume verfügen zudem über Smart-Board-Technologie. Diese Fakten machen den Tagungsbereich für Gruppen attraktiv, die Wert auf funktionale Ausstattung und eine ruhige Arbeitsatmosphäre legen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245505/index.php?utm_source=openai))

Praktisch gesehen ist der Tagungsbereich damit besonders für landwirtschaftsbezogene Schulungen, Fortbildungen und Besprechungen geeignet. Die Kombination aus Unterkünften, Verpflegung und Seminartechnik erleichtert mehrtägige Kurse und kompakte Fachprogramme. Für Suchanfragen nach Unterkunft, Seminarraum oder Tagungsbereich in Achselschwang sind diese Daten zentral, weil sie den Standort von anderen Bauernhöfen oder Lehrzentren abheben. Besonders interessant ist die Größenordnung: Es gibt sowohl kleine Räume für interne Fachgespräche als auch größere Kapazitäten für Vorträge oder Gruppenarbeit. Gleichzeitig bleibt das Umfeld eindeutig landwirtschaftlich geprägt. Diese Mischung aus Professionalität und Praxisnähe passt sehr gut zu einem Versuchs- und Bildungszentrum, das seine Räume nicht isoliert, sondern als Teil eines funktionierenden Betriebes versteht. Wer also einen authentischen, fachlich passenden Ort für Landwirtschaft, Tierhaltung oder Regionaltreffen sucht, findet in Achselschwang ein durchdachtes Angebot mit klaren Rahmenbedingungen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245505/index.php?utm_source=openai))

Geschichte des Staatsguts Achselschwang von den Anfängen bis heute

Achselschwang blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, die weit vor den heutigen Forschungs- und Bildungsaufgaben beginnt. Die offizielle Geschichtsseite beschreibt eine Besiedlung seit der Zeit der Kelten und Römer; im frühen Mittelalter wurde das Land durch Klöster bewirtschaftet. Die erste urkundliche Erwähnung wird auf das Jahr 760 datiert, als Tassilo III. dem Kloster Wessobrunn Einnahmen aus Achselschwang zudachte. Weitere historische Stationen sind die Bestätigungen des Besitzes durch Päpste im 12. Jahrhundert, der Übergang an das Kloster Dießen im Jahr 1388 und die Errichtung des Wirtschafts- und Pferdestallgebäudes zwischen 1512 und 1535, das heute als ältestes erhaltenes Gebäude gilt. Diese frühe Geschichte zeigt, wie tief der Standort in die Kulturlandschaft des Ammerseegebietes eingebettet ist. Achselschwang ist also nicht erst seit der modernen Landwirtschaft relevant, sondern seit vielen Jahrhunderten ein landwirtschaftlich geprägter Ort mit wechselvollen Besitz- und Nutzungsformen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/271487/index.php))

In der Neuzeit wurde Achselschwang mehrfach umgewandelt und neu ausgerichtet. Nach der Säkularisation 1803 gelangte das Gut in Staatseigentum, wurde später als Militärfohlenhof zurückgekauft und erlangte im 19. Jahrhundert wiederholt Bedeutung für die staatliche Pferde- und Landwirtschaftsverwaltung. 1864 wurde das königliche Stammgestüt von Schwaiganger nach Achselschwang verlegt, 1897 kam der Ankauf des Spital-Ökonomiegutes Stillerhof hinzu, und 1936 wurde das Gut Romenthal erworben. Gerade diese Phase zeigt, dass der Betrieb über lange Zeit nicht nur landwirtschaftlich, sondern auch für die Pferdezucht eine wichtige Rolle spielte. Die Geschichte dokumentiert damit einen Wandel von der Grundherrschaft über Gestüt und Staatsgut hin zu einer modernen Versuchs- und Bildungsstätte. Wer die heutige Ausrichtung verstehen will, erkennt hier den historischen Hintergrund, aus dem die jetzige Spezialisierung hervorgegangen ist. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/271487/index.php))

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ausbau zur überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsstätte forciert. 1948 entstand eine Besamungsstation, 1953 begann die Einrichtung des Versuchsbetriebes im ehemaligen Stammgestüt, und eine Viehhaltungs- und Melkerschule wurde gegründet. 1977 wurde die neue Milchvieh- und Rinderstallung fertiggestellt, 1988 folgte ein neues Gebäude für die Tierhaltungsschule. Spätere Meilensteine waren die Eingliederung in die Landesanstalt für Landwirtschaft 2004, der Bezug des neuen Kuhstalles 2004, der neue Kälberstall 2007, die Gründung und Eingliederung in die Bayerischen Staatsgüter 2020 und schließlich der Bezug des neuen Kälberstalles für Forschung und Bildung 2025. Diese Chronologie macht deutlich, dass Achselschwang kein statischer Ort ist, sondern sich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Die heutige Kombination aus Forschung, Bildung und Tierhaltung ist das Ergebnis einer langen historischen Transformation. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/271487/index.php))

Anfahrt, Kontakt und Orientierung für Achselschwang

Für Besucher, Lehrgangsteilnehmer und Fachgäste ist die Anfahrt klar beschrieben. Der Standort liegt in Achselschwang 1, 86919 Utting am Ammersee. Mit dem Auto führt der Weg über die A96 Richtung Lindau bis zur Ausfahrt 29 Greifenberg. Von dort fährt man Richtung Dießen am Ammersee beziehungsweise Schondorf, biegt nach etwa 2,5 Kilometern rechts in die Landsberger Straße ein, bleibt dort immer links und erreicht nach rund 3,5 Kilometern das Staatsgut auf der linken Seite. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise möglich: Ab München Hauptbahnhof fährt man mit der S4 bis Geltendorf, steigt dort in den Regionalverkehr Richtung Weilheim um und fährt bis Utting am Ammersee; von dort sind es noch etwa 4,5 Kilometer per Taxi. Für eine fachliche Orientierung sind diese Daten zentral, weil sie den Standort ohne Umwege auffindbar machen. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245511/index.php))

Die offiziellen Kontaktdaten lauten Tel. 089 / 6933442-200, Fax 089 / 6933442-260 und E-Mail achselschwang@baysg.bayern.de. Damit ist der Standort sowohl für allgemeine Nachfragen als auch für organisatorische Themen gut erreichbar. Zusätzlich ist wichtig, dass es Nebenbetriebe gibt: Hübschenried liegt in der Nähe von Dießen am Ammersee, Westerschondorf in Finning, und die Betriebsstandorte werden gemeinsam bewirtschaftet. Für Interessierte bedeutet das, dass Achselschwang nicht als isolierter Hof zu verstehen ist, sondern als Teil eines regionalen Verbundes von landwirtschaftlichen Betrieben, Versuchseinheiten und Bildungsorten. Wer also Anfahrt, Kontakt oder regionale Einordnung sucht, erhält hier einen klaren Überblick über die praktische Erreichbarkeit und die räumliche Struktur des Gesamtstandorts. ([baysg.bayern.de](https://www.baysg.bayern.de/zentren/achselschwang/245492/index.php))

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

SK

s K.

2. Januar 2026

Ich bin schockiert über die positive Darstellung extrem hoher Milchleistungen. Eine Lebensleistung von 100.000 Litern bedeutet jahrelange körperliche Belastung für das Tier. Aus ethischer Sicht halte ich es für problematisch, solche Zahlen als Erfolg zu feiern, ohne die Perspektive der Tiere mitzudenken.

AM

Alina Mayr

29. Juli 2025

Sehr schöner Milchviehstall und interessante Gruppenkonstellation. Der Kälberstall ist gelungen und generell ist es ein schöner Ort.

GS

Gabi Schussmann

16. Oktober 2022

Eine gute Freundin von mir lebt dort. Heute war ein kleiner aber sehr feiner Flohmarkt. Wunderschöne Umgebung die immer wieder super entspannt. Empfehlenswert für jeden der sich einfach nur erholen will und um diese Jahreszeit: Äpfel "klauen" !

MP

Marys Tier- und Pferdewelt

2. Juli 2017

Der Boden dieser Halle ist für unsere Pferde echt schlecht gewesen sie konnten nicht gut laufen und haben sich sehr schWer getan. Allerdings muss ich sagen das dort einige Stände haben sodass man sich etwas zu Essen und zu Trinken kaufen kann.

QU

QUADGHOSTRIDER86

6. Juni 2021

War selbst vor 9 Jahren dort und habe sehr viel gelernt. Dozenten sind sehr freundlich und fachlich mehr als kompetent. Würde jederzeit wieder hinfahren. Und das Essen war echt super.